EWS – Tag der offenen Türe. 125 Jahre Feier

600 Besucher feierten 125 Jahre EWS



Das neue Domizil, markant am Standort Diesel in Ibach


Das neue Gebäude, ein neuer Abschnitt in der Geschichte der EWS


Gästeempfang bei schönstem Veranstaltungswetter


Herzlicher Empfang im Foyer des neuen Verwaltungs- und Montagegebäudes


Roman Iten, Leiter Gebäudetechnik erläutert Besucher die neuen Arbeitsplätze


Peter Suter, Vorsitzender der Geschäftsleitung führt durch den Rundgang


Ardian Thairi, Automatiker erklärt die CNC-gesteuerte Fräss- und Schneidemaschine


Stefan Betschart, Projektleiter zeigt, wie die neue Kupferprofil-Bearbeitungsmaschine funktioniert


Matthias Appert, Leiter Fertigung scant Warengruppen für die Weiterverarbeitung


Peter Suter und Matthias Appert am neuen rotierenden Lagerautomaten


Das Einzugsgebiet der EWS


Moderne Präsentationsräume und laserunterstützte Montagehilfen (Trimpel)


Montagehalle Schaltschränke für den nationalen Markt


Köstliches Catering begeistert die Gäste


Das Echo vom Rotacher sorgt für lüpfige Musik 


Rund 600 Gäste feiern diesen Tag der offenen Türe bei bester Laune


6. September 2021

EWS – Tag der offenen Türe, 125 Jahre Feier

Im Jahr 1896 begann mit der Gründung die produktive Geschichte der EWS. Mit der Inbetriebnahme der Wasserkraftwerk Wernisberg konnten erste Stromkonzessionen erfüllt werden.
Für die Abdeckung der Spitzenlast brauchte es allerdings mehr, wozu an der Gotthardstrasse eine 750 PS starke Dieselanlage erstellt wurde. Diese Räumlichkeiten waren seitdem immer wieder erweitert und den Bedürfnissen angepasst. Das Dieselaggregat gibt heute immer noch dem Standort und der heutigen Bushaltestelle seinen Namen «Diesel». Der Altbau reicht inzwischen längst nicht mehr den Nutzungsanforderungen. Im Jahr 2020 wurde er abgerissen und der Bau eines modernen Betriebsgebäudes trat an seine Stelle. Bereits ein Jahr später, 2021 konnte der neue Gewerbebau, mit je einem Verwaltungsbezirk- und Montagetrackt fertiggestellt und im Sommer bezogen werden.

In der ersten Septemberwoche öffnete die EWS ihre Türen und präsentierte der Kundschaft und der Öffentlichkeit das insgesamt vortrefflich gelungene Werk. Mit Stolz darf die EWS auf Ihre Website verkünden:

«Die EWS AG ver­sorgt seit 125 Jahren rund 24‘000 Kunden mit Strom. Die Stromversor­ung bildet unser Kerngeschäft. Gleichzeitig bietet das Team Rot umfassende Energie‑, Netz‑, Installations- und Kommunikationsdienstleistungen an.
Unser Versorgungsgebiet umfasst die Bezirke Küssnacht, Gersau und Teile des Bezirks Schwyz (Ingenbohl, Morschach-Stoos, Oberiberg, Alpthal, Rothenthurm, Steinerberg, Arth-Rigi­Gebiet) sowie die angrenzenden Luzerner Seegemeinden Greppen, Weggis und Vitznau.
EWS ist eine private Aktiengesellschaft mit der Centralschweizerischen Kraftwerke AG (CKW) als Mehrheitsaktionärin. Wir sind seit 1896 im inneren Teil des Kantons Schwyz fest verankert und beschäftigen 139 Mitarbeitende. Die Gesamtleistung im Geschäftsjahr 2019/20 betrug 58,1 Mio. Franken.»

Am Tag der offenen Türe, dem 4. September 2021 lacht der EWS ein strahlend blauer Himmel, eine Wohltat nach all den langen Regentagen des bisher besonders durchnässten Sommers. Entsprechend herzlich und gut gelaunt empfängt mich das «Team Rot» und Peter Suter, Vorsitzender der Geschäftsleitung nimmt mich sofort für einen Rundgang unter die Fittiche. Dabei zeigt sich die nachhaltige Philosophie der EWS.
Sie orientiert sich an möglichst hoher Eigenverantwortung der Mitarbeitenden. Peter Suter: «Je mehr jeder an Ort und Stelle in seiner Kompetenz gefordert wird, je lösungsorientierter können Erfahrung und Wissen zusammenwirken. Zudem entlastet es die Firmenleitung nicht jedem Anliegen persönlich nachzusetzen.
Erstaunlich besser funktioniert so auch ein stabiles Qualitätsmanagement, wenn jeder auf sich und das Team achtet. Im Endeffekt beweist sich dieses Modell hervorragend im Sicherheitscheck und in der Rückmeldung durch zufriedene Kunden.» Die EWS unterstützt zudem mit einem betrieblichen Gesundheitsmanagement die Attraktivität der Arbeitsplätze und fördert gleichzeitig die Jugend als Ausbildungsbetrieb.

Beim Rundgang ist dieser Geist zu spüren, das «Team Rot» sieht sich als eine agile Familie, jede und jeder darin gibt sein Bestes. Peter Suter macht bei seinem Rundgang zuerst am «Trimple» halt. Auf stabilen Beinen aufgestellt entlastet dieser Laser die Positionierung von Strom- und Kommunikationsleistungen verteilenden Dosen in Neubauräumen. Ein programmiertes Positionsmanagement zeigt genau auf den Punkt an der Wand, bei dem die spätere Dose sitzen soll. Dies erspart sehr viel Abmesszeit, ist weitaus genauer, schneller und effizienter.
Dann überrascht eine Multifunktionsmaschine in der Kupferprofilverarbeitung. Sie kann die etwa 10 mm starken und massiven Profile genau auf Mass ablängen, biegen, bohren und in die Bohrung ein Gewinde pressen. Der Pressvorgang verdichtet den Gewindekanal und festigt zusätzlich eine Schraubverbindung. Für eine Auslastung der speziellen und nicht überall verfügbaren Maschine nimmt die EWS gerne auch Lohnaufträge entgegen.

Es zeigt sich eine geordnete und saubere Schaltschrankmontage, in geradezu angenehmer Atmosphäre freundlich eingerichteter Montageräume. Der Rundgang führt zu einer Lagerinnovation, ein rotierender Teile- und Baugruppensortierer. Je nach Bedarf kann der Operateur am Bildschirm die Verfügbarkeit von Teilen erkennen, um sie jobgerecht für die Montage zusammenzustellen. Mit drehenden Lagermagazinen verkürzt diese Einrichtung den internen Logistikprozess enorm.

In der Fertigung werden kundenspezifische Schaltschränke zusammengestellt, die auf Baustellen oder in Betriebsstätten die Stromzufuhr verteilen. Diese Schränke werden für einen schweizweiten Markt produziert.
Peter Suter: «Wir lernen bei jedem Kundenauftrag unsere Logistik zu verbessern und Teil einer reibungslosen Funktionskette zu sein. Die Anforderungen sind eine zuverlässige Stromversorgung über ein stabiles Energie- und Kommunikationsnetz. Einmal die Grobspannung von der Energiequelle bis zum Verbraucher und dann in der Verteilung der Gebrauchsspannung innnerhalb der Gebäude. Dabei gilt es unterschiedlichste Partner zu integrieren, damit die Kunden nahtlos und kompatibel mit allen Strom- und Signaldiensten versorgt sind. Entsprechend ist unsere Gebäudestruktur, sind die Abteilungen und die Arbeitsgänge konfiguriert. Mit diesem Neubau lässt sich das ideal organisieren.»

Und schon sind wir wieder im Aussenbereich angelangt, der bereits einlädt, das festliche Treiben zu geniessen. Es tönt vertraute Musik aus dem Zelt, die Gäste stehen bei den Ausgaben von Speisen und Getränken an, die gute Laune überträgt sich auf die vielen Besucher, Familien, Kinder, Senioren, sogar ehemalige Mitarbeitende.
Der Eindruck trügt nicht, die Bevölkerung steht hinter ihrer EWS. Nicht nur «Team Rot» trägt ihre sichtliche Begeisterung nach aussen, die Resonanz erwidert sie.
Für diesen Einsatz darf allen Mitarbeitenden ein grosser Respekt bestätigt werden. Nicht nur die Planung, Realisation und die Erstellung des Gebäudes überzeugte, insbesondere die nachhaltige Logistik. Eine motivierende Philosophie, die sichtbar von jedem persönlich interpretiert und beherzt gelebt wird.

Axel-B: Bott